1/4

Veranstaltungen

Roberto Arlt - Avantgarde, Anarchie und Revolution Donnerstag, 20. Sep. 2018

Thema
Festival
Datum
Donnerstag, 20. Sep. 2018
Uhrzeit
20:30 Uhr
Adresse

Veranstaltungsprogramm

Schlaflos in Buenos Aires – Roberto Arlt: Die sieben Irren

Ein Empfang des Verlages Klaus Wagenbach mit Buchvorstellung Lesung und Gespräch.

Der Roman „Die sieben Irren” des argentinischen Schriftstellers Roberto Arlt, 1929 in Buenos Aires erschienen, ist einer der großen modernen Klassiker der lateinamerikanischen Literatur, der in eine Reihe mit den monumentalen Großstadtromanen von Dos Passos und Döblin gehört. 

Das weiß nur leider fast keiner. 

Diesem bedenklichen Makel hat der Verlag Klaus Wagenbach nun erfolgreich und auf hohem Niveau abgeholfen: am 20. September, dem Veranstaltungstermin, erscheint jetzt endlich eine nachübersetzte und neu durchgesehene Fassung dieses großen Werkes, das wir im Rahmen eines Verlagsempfanges allen Interessenten sehr gerne öffentlich vorstellen.

Zu Gast sind Lektor Linus Guggenberger und Übersetzer Carsten Regling, die über die Lust am Text, die Wiederentdeckung von Klassikern, die Arbeit eines Independent-Verlages und nicht zuletzt über Roberto Arlt, seinen Roman und das Buenos Aires der Vorkriegszeit sprechen. Ausgewählte Textauszüge liest Eric C. Piltz.

Eintritt 7€ / 5€

Zum Buch:

Arlt, Roberto : Die sieben Irren . 
Mitarbeit: Regling, Carsten; Piglia, Ricardo. Übersetzung: Keller, Bruno. Quartbuch 2018 . 320 S. 

Grell und grotesk wie ein Gemälde von George Grosz und wuchtig wie ein Kinnhaken: Roberto Arlts eindrucksvolles Porträt revolutionärer Gewalt und des politischen Wahns der zwanziger Jahre - in einer sorgfältig neu bearbeiteten Übersetzung.

Remo Erdosain schlafwandelt durch die Tage. Der gescheiterte Erfinder steht, wie so vieles in diesem Roman von 1929, am Rande des Abgrunds: Er hat Geld unterschlagen, das Gefängnis wartet, in Wahnvorstellungen sieht er eine Giftwolke über der Stadt.
 

Erdosain treibt durch Massen und Gassen von Buenos Aires, durch Bordelle und Kaffeehäuser, trifft auf Schäbige und Verrückte - bis er einer Gruppe sendungsbewusster Verschwörer in die Hände fällt: ein melancholischer Zuhälter, ein apokalyptischer Apotheker, eine Prostituierte, ein Goldgräber. Unter der Leitung des "Astrologen" planen die Irren nicht weniger als die Revolution. Doch für den großen Umsturz braucht es zuerst einen kleinen Mord.
 

"Die sieben Irren" ist ein moderner Klassiker der lateinamerikanischen Literatur, der in eine Reihe mit den monumentalen Großstadtromanen von Dos Passos und Döblin gehört. In Arlts armen Teufeln, revolutionären Träumern und größenwahnsinnigen Sozialingenieuren treten die politischen Verwerfungen der zwanziger und dreißiger Jahre prägnant hervor - auch die jenseits von Argentinien: Die Farce kommt vor der Tragödie.

Rezension

"Um es kurz zu machen: Arlt ist der Vater des modernen argentinischen Romans. Er ist der wichtigste argentinische Schriftsteller, der größte." 
Ricardo Piglia 

"Arlt ist schnell, einer, der ins Risiko geht, anpassungsfähig, ein Überlebenskünstler. Arlt ist ein Russe, ein Dostojewski-Charakter." 
Roberto Bolaño 

""Die sieben Irren" ist eines der großen Bücher des 20. Jahrhunderts." 
The Guardian 

"Ähnlich wie Döblin in "Berlin Alexanderplatz", das im selben Jahr erschien, entwickelte Arlt eine expressive Sprache und innovative Erzähltechnik. Damit wurde er zum Vorbild für andere lateinamerikanische Schriftsteller." 
Peter B. Schumann, Deutschlandfunk


Autorenportrait

Roberto Arlt, 1900 als Sohn gerade erst ausgewanderter Eltern, einer Österreicherin und eines Preußen, in Buenos Aires geboren. In der Familie sprach man Deutsch, auf den Straßen von Buenos Aires lernte er die Gassen- und Gaunersprache »Lunfardo«. Als Autodidakt schrieb Arlt Romane, Erzählungen, Dramen und vor allem zahlreiche Kolumnen über seine Heimatstadt, wo er bis zu seinem frühen Tod 1942 lebte. Daneben versuchte er sich erfolglos als Erfinder, beispielsweise eines unzerreißbaren Damenstrumpfs. Zu Lebzeiten für seinen "niederen" Stil harsch kritisiert und nahezu unbekannt verstorben, wurde er erst von Julio Cortázar und besonders Ricardo Piglia wiederentdeckt. Heute zählt Roberto Arlt, neben seinem Zeitgenossen und literarischen Antagonisten Jorge Luis Borges, zu den einflussreichsten modernen Autoren Argentiniens. »Die sieben Irren« von 1929 ist sein wichtigster Roman.

Die sieben Irren

Remo Erdosain schlafwandelt durch die Tage. Der gescheiterte Erfinder steht, wie so viele... mehr

22,00

inkl. MwSt.

zzgl. Versandkosten

1/4

Veranstaltungen

Öffnungszeiten

Montag: 12.00 - 20.00 Uhr Dienstag - Freitag: 11.00 - 20.00 Uhr Samstag: 10.00 - 16.00 Uhr Online: immer Telefon: 0351 8015087

Büchers Best, Dresden

Louisenstr. 37

01099

Dresden

Montag : 12.00 - 20.00 Uhr

Dienstag : 11.00 - 20.00 Uhr

Mittwoch : 11.00 - 20.00 Uhr

Donnerstag : 11.00 - 20.00 Uhr

Freitag : 11.00 - 20.00 Uhr

Samstag : 10.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner

0351/8015087